Bühnenportal im Weißen Saal, Kongresshalle am Zoo Leipzig

 

 

Künstlerische und Bildhauerische Rekonstruktion von Stuckornamenten und figürlichen Darstellungen nach historischen Fotos. Modellerarbeitung „Bühnenportal“ und Subraporten-Skulpturen „Drei Tänzerinnen“ von Max Alfred Brumme, Nachempfindung der Skulpturen und der Ornamentik im Stil der Zeit


Die Kongresshalle Leipzig Dipl.-Ing. Adalbert Haberbeck, Architekt BDB Leipzig

Gründung 1900

Die Kongreßhalle Leipzig ist 1900 als Gesellschaftshaus des Leipziger Zoo’s unter der Bauherrschaft des Zoogründers Ernst Pinkert nach Plänen des Architekten Heinrich Rust errichtet worden.

Ende der Zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde der Kongreßhallenkomplex an der Westseite um den Weißen Saal erweitert und über einen südlich des heutigen Bachsaals angeordneten Anbau mit dem Kongreßhallenkomplex verbunden.

Mit dem Großen Saal, dem Terrassensaal (heute R.-Wagner-Saal), dem Wintergarten (heute Bachsaal), dem Weißen Saal und dem anschließenden Biergarten war die Kongreßhalle der ‘gesellige’ Mittelpunkt der Stadt Leipzig. Als Gaststättenkomplex und Tanzlokal bot sie Räumlichkeiten für alle sozialen Schichten.

Umbau 1946

Im zweiten Weltkrieg wurde die Kongreßhalle nur im Bereich des Nordflügels beschädigt. Andere kulturelle Einrichtungen wie die Oper, das Schauspielhaus und das Gewandhaus waren durch Bombenangriffe zerstört worden. Nach Kriegsende wurde der Kongreßhallenkomplex unter Leitung des Hochbauamtes Leipzig als Spielstätte für die o.g. Einrichtungen umgebaut:

  • Großer Saal für Oper, Gewandhaus und Kongresse
  • Weißer Saal für Schauspiel
  • Terrassensaal als Richard-Wagner-Saal für Kleinkunst
  • Faunsaal als Bachsaal für Kammermusik
  • Ausbau Lessing- und Leibnitz-Saal für Tagungen

Mit dem Wiederaufbau des Schauspielhauses, der Errichtung der Oper und des Neuen Gewandhauses verlor die Kongreßhalle ihre Hauptnutzer. Nach einem Brand im Weißen Saal 1989 war mit dem Theater der Jungen Welt der letzte feste Nutzer gezwungen auszuziehen. Die Kongresshalle entsprach zu dem nicht mehr den sicherheitstechnischen Standards und wurde 1989 baupolizeilich gesperrt.